Journalistische Perspektive - Worum es hier geht:

Wer sich Journalist/in nennen will, muss nichts Besonderes können, darf aber verblüffend viel tun. Die Rolle als „Gatekeeper“ an den Schleusen der Informationsgesellschaft hat den Beruf beliebt gemacht, wenn auch nicht unbedingt die, die ihn ausüben. Der Digitale Wandel verflüssigt jetzt die alten Strukturen der Medienbranche: Wird ein ganzer Berufsstand weggeschwemmt?

Der Hype Hype

(Foto: Urban_Data/Flickr CC BY 2.0)

(Foto: Urban_Data/Flickr CC BY 2.0)

Neulich habe ich mich total aufgeregt. Empörend!!! Immer diese Debatten über das Ende von Debatten. Mediendeutschland solle endlich Hysterie frei Zone werden, fordern genervte Gelehrte. Für mich ein besonders ärgerlicher Fall von Hype Hype.

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Scoop und Skrupel – #Panamapapers

Investigative Story Telling (Quelle: Wikimedia)

Investigative Story Telling (Quelle: Wikimedia)

Zu den #PanamaPapers ist fast alles schon gebloggt – aber noch nicht von jedem. Meinerseits nun etwas Medien-Meta. Denn parallel zum Erstaunen über die Briefkastenfirmen-Fabrik Mossack Fonseca wird auch über die Rolle der Enthüller gestritten. Aufschlussreich und sehr grundsätzlich.

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Rückbesinnliches als Erfahrungswert

Publikum auf Augenhöhe (Dieter Huber/LaBiennale 2015)

Publikum auf Augenhöhe (Dieter Huber/LaBiennale 2015)

Ist Erfahrung ein Wert an sich? Tja, wenn überhaupt, dann jedenfalls ein umstrittener. So mitten im Medienwandel. Allzu schnell kommt schließlich der Verdacht auf, dass Menschen nur überkommene Routinen und ihren Prestige-Besitzstand verteidigen wollen. Ist meine  Journalismus-Version ausgereift oder veraltet? Die alte Frage stellt sich immer wieder neu. Das ist gut so, auch für die Beziehung zum Publikum.
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Masse macht Öffentlichkeit

Journalist und Publikum (Quelle ZAPP /NDR)

Journalist und Publikum (Quelle ZAPP /NDR)

In der Medienbranche dürften Zukunftstagungen als krisensicheres Geschäftsmodell durchgehen. Gerade in der Kommunikationswelt müssen wir ja reden. Das allgemeine Publikum ist stets virtuell dabei, wird immer intensiver als Partner auf Augenhöhe beschworen – und doch in großen Teilen übersehen.

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Gefährliches Spiel mit der Wahrheit

 

Medienkrieg. (Foto: Victor van Dijk / CC BY NC 2.0)

Medienkrieg. (Foto: Victor van Dijk / CC BY NC 2.0)

 

Es gibt einen zuverlässigen Weg, komplizierte Diskussionen abzukürzen: Einfach die Glaubwürdigkeit des Gegners anzweifeln. Die Methode der Stunde funktioniert nicht nur gegenüber „der Politik“, sondern auch bei „den Medien“. Nehmen wir die Social-Media- Video-Figur „Jonathan Pie“.

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Journalismus – wichtigtun und Wichtiges tun

 

Von der Rolle: Jörges und Jauch (Screenshot ARD)

Von der Rolle: Jörges und Jauch (Screenshot ARD)

Krisenzeiten sorgen für Sternstunden des Journalismus. So wie kürzlich der Auftritt von Hans-Ulrich Jörges bei Günther Jauch. Aber extreme Zeiten bedingen auch Tiefpunkte im Journalismus. So wie den Auftritt von Hans-Ulrich Jörges bei Günther Jauch. Und schließlich stiften Themen wie die Flüchtlingskrise Verwirrung um die Rolle von Journalisten. So wie beim Auftritt …

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Staatsanwaltschaftlicher Journalismus

 

Nicht niedlich(Foto: Eneas de Troya, Flickr CC BY 2.0)

Nicht niedlich(Foto: Eneas de Troya, Flickr CC BY 2.0)

Tatort Buchmesse Frankfurt: „Krimi-Speed-Dating“. Auf einem blauen Sofa sitzen zwei Journalistinnen sowie ein Journalist. Und reden über Bücher. Die eigenen Bücher: Ursula Poznanski, Petra Reski und Ulrich Wickert haben allesamt Krimis geschrieben. Typisch.

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Krautreporter: Modell versus Geschäft

Versuchmachtklug (KaterBegemot/CC BY-SA 3.0)

Versuchmachtklug (KaterBegemot/CC BY-SA 3.0)

Der Journalismus ist nicht zu retten, aber auch nicht totzukriegen. Allein wegen dieser einfachen Erkenntnis könnte sich ein Jahr Krautreporter bereits gelohnt haben. Allerdings eher für medienanalytische Trittbrettfahrer wie mich, weniger für die Betreiber des unabhängigen Reportagemagazins selbst. Die kämpfen weiter ums Überleben im Journalismus-Darwinismus, müssen aus einem verdienstvollen Modell ein nachhaltiges Geschäft machen.
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Quoten – Könige und Knechte

Schön, gemocht zu werden.

Schön, gemocht zu werden.

Gute Quote, schlechte Quote. Der Auftritt des neuen Dienstes Blendle und der Abgang des alten ZDF-Mannes Wolfgang Herles zu Beginn dieser Woche, das sind zwei mögliche Antworten auf die Zukunftsfrage des Journalismus: Wie versorgen Medien am besten ihr Publikum?

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Kollateral-Arroganz

Klare Kante (Quelle: Kauko/Wikimedia)

Klare Kante (Quelle: Kauko/Wikimedia)

Es ist nur eine Kleinigkeit am Rande großer Texte. Aber vielleicht erklärt sie einen Teil der schlechten Stimmung bei Diskussionen im und ums Netz: Kollateral-Arroganz, das Abkanzeln en passant. Ganze Berufsgruppen werden mal eben nebenbei erniedrigt, erledigt. Journalisten oder die Freiwillige Feuerwehr. Fragt sich nur, ob das der Wahrheitsfindung dient.

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