Journalistische Perspektive - Worum es hier geht:

Wer sich Journalist/in nennen will, muss nichts Besonderes können, darf aber verblüffend viel tun. Die Rolle als „Gatekeeper“ an den Schleusen der Informationsgesellschaft hat den Beruf beliebt gemacht, wenn auch nicht unbedingt die, die ihn ausüben. Der Digitale Wandel verflüssigt jetzt die alten Strukturen der Medienbranche: Wird ein ganzer Berufsstand weggeschwemmt?

Deutungsmachtergreifung

Stichwort „Köthen“ (Montage/Screenshot You Tube)

Wenn ich gerade fünf Jahre Medien-Meta-Beobachtung in diesem Blog bilanzieren sollte, dann ziemlich genau so: Dem Sound der Zeit nach, stehen wir kurz vor der Deutungsmachtergreifung. [Weiterlesen…]

Der blinde Fleck der Anderen

Screenshot, selbst gerahmt (Quelle: WDR)

Wer Fundamentalmedienkritiker richtig glücklich machen möchte, der gebe ihnen eine Magic-Bullet-Theorie. Einen durchschlagenden Erklärungsansatz für alles, was ihnen am Journalismus stinkt. Im aktuellen Streit um den rechten Weg (Achtung: Doppelsinn!) in die gesellschaftliche Zukunft heißt das Geschoss „Framing„.

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Journalismus macht Schule

Einfach Klasse (F: Miriam Guterland / CC BY-SA 3.0)

Einfach Klasse (F: Miriam Guterland / CC BY-SA 3.0)

Schule machen – wie geht das künftig im Schlüsselfach Medienkompetenz? Wichtige Frage, denn schließlich wird im Klassenraum das Informationsverständnis der Zukunft ausgebildet. Da muss sich nun auch der Journalismus stärker einbringen.

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Baller Balla – Mein Ego-Shooter und ich

Journalisten im Visier (Screenshot Sniper 3D Assassin)

Journalisten im Visier (Screenshot Sniper 3D Assassin)

Neugier ist eine Ur-Eigenschaft im Journalismus. Aber sie kann tödlich enden, im Leben wie im Netz. Das habe ich gerade beim Ego-Shooting erlebt. Als Täter. Und so einiges über den Ruf meines Berufes gelernt. [Weiterlesen…]

Die Wiederholungstäterin

Der Kampf geht weiter (Foto: Alessandra Schellnegger)

Der Kampf geht weiter (Foto: Alessandra Schellnegger)

Herbststürme, Buchmesse – Zeit, sich mit einem Roman ins Haus zu verkriechen. Auf die Wirklichkeit muss man dann trotzdem nicht verzichten. Vor allem wenn Journalistinnen wie Petra Reski Krimis schreiben.

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Medien-Startups: Ideal first

Lebende Neugründung(Foto: Caitlin Hardee/CC BY 4.0)

Lebende Neugründung(Foto: Caitlin Hardee/CC BY 4.0)

Mein Wahkampf-Mem 2017 stammt von Christian Lindner: „Digital first – Bedenken second!“ Übertragen auf den Medienwandel „Gründen – nicht gründeln!“ Tatsächlich handeln viele journalistische Startups nach der Devise: Ideal first. Für das Problem fehlender Finanzen hoffen manche auf eine öffentlich-rechtliche Lösung: Rundfunkbeiträge.

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Medien auf Stromlinie?

Gefundenes Fressen: Thema Flucht (Kürschner/Wiki)

Gefundenes Fressen: Thema Flucht (Kürschner/Wiki)

Haben die Medien ihren publizistischen Auftrag ernst genommen, als es darauf ankam? Der Wissenschaftler Michael Haller wollte das mit der Studie „Die Flüchtlingskrise in den Medien“ klären. Sein Befund klingt echt krank: „gravierende Dysfunktion als Teil der sogenannten Mainstreammedien“. Oha.

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Allein gegen die Anwälte

Schrecklich hartnäckig: Petra Reski (Foto: Shobha)

Schrecklich hartnäckig: Petra Reski (Foto: Shobha)

Reski vs Augstein – schon auf den ersten Blick ein hochspannender Fall: Er handelt vom Umgang mit organisierter Kriminalität. Beispielhaft ist aber vor allem die Medien-Geschichte hinter der Mafia-Story – ein Lehrstück zum Unterschied zwischen Haltung und Pose im Journalismus.

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Mein Mensch-Maschinen-Mischmasch

Denkste (Foto: Cruz / Wikimedia)

Denkste (Foto: Cruz / Wikimedia)

Keine einfache Vorstellung – dass der Thermostat im Arbeitszimmer mal intelligenter sein könnte als ich. Wenn es nicht mal schon so weit ist. Künstliche Intelligenz (KI) boomt und buzzd: Was die Informationsbeschaffung angeht, so bin ich tatsächlich immer stärker auf algorithmische Assistenz angewiesen. Von Bots bereichert und bedroht. Mein Leben – ein Mensch-Maschinen-Mischmasch.

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Kritik als Krawall

Wem hält er die Stange? (Quelle: Zapp /NDR)

Wem hält er die Stange? (Quelle: Zapp /NDR)

Ein wackliger Video-Wortwechsel, unterschwellig voller Aggression – der ungebetene Besuch zweier prorussischer Blogger bei der Rechercheplattform Correctiv diese Woche hat gezeigt: Mediale Auseinandersetzungen bewegen sich mittlerweile an der Grenze zur Gewalt.

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