Generation: Fitte und falsche Fuffziger

Alter und Native (LoC/Stefan Hoederath/YouTube)

Alter und Native (LoC/Stefan Hoederath/YouTube)

“Mein erstes Interview” – und das gleich mit der Bundeskanzlerin! Junge Youtuber mischen im Journalismus mit und dessen Selbstverständnis auf. Und die Alten, Etablierten? Pendeln noch zwischen Selbstfindung und Abfindung. Anlaß für ein paar grundsätzliche Generations-Gedanken.

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Medien auf Stromlinie?

Gefundenes Fressen: Thema Flucht (Kürschner/Wiki)

Gefundenes Fressen: Thema Flucht (Kürschner/Wiki)

Haben die Medien ihren publizistischen Auftrag ernst genommen, als es darauf ankam? Der Wissenschaftler Michael Haller wollte das mit der Studie “Die Flüchtlingskrise in den Medien” klären. Sein Befund klingt echt krank: “gravierende Dysfunktion als Teil der sogenannten Mainstreammedien”. Oha.

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Abgesetzt – Arte und der Antisemitismus

... (Quelle: Rama/Wikimedia/CC BY-SA 3.0)

… (Quelle: Rama/Wikimedia/CC BY-SA 3.0)

Seltsame Signale auf der Social Media-Timeline: Seit Tagen dieser höchst merkwürdige Streit um die Ausstrahlung einer ARTE-Dokumentation über Antisemitismus. Dank BILD war sie heute im Netz zu sehen. Nun sehe ich klarer, blicke aber immer noch nicht durch. Muss am Thema liegen. Oder an ARTE.

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Ende des Durchblicks

Digitaler Wandel - näher betrachtet

Digitaler Wandel – näher betrachtet

Jedem Ende wohnt wohl ein Zauber inne. Digitale Vordenker „disrupten“ ja gern schwungvoll alles Bisherige. Nun verkündet„Meta“, das neue Buch des Journalisten und Social Media-Experten Dirk von Gehlen, im Untertitel „Das Ende des Durchschnitts“. Gekonnt, aber zu früh.

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Aussichtssache: Wem gehört der Rundfunk?

Perspektiven der ARD: MDR-Zentrale in Leipzig

Perspektiven der ARD: MDR-Zentrale in Leipzig

Zukunft ist Aussichtssache. Üblicherweise wird Medienentwicklung von der Zukunft her betrachtet, ab 4.0 aufwärts. Gerade hat die Historische Kommission der ARD umgekehrt einen Blick aus dem Gestern auf die Gegenwart riskiert. Dabei zeigte sich öffentlich-rechtliches Establishment andächtig und einsichtig.

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Allein gegen die Anwälte

Schrecklich hartnäckig: Petra Reski (Foto: Shobha)

Schrecklich hartnäckig: Petra Reski (Foto: Shobha)

Reski vs Augstein – schon auf den ersten Blick ein hochspannender Fall: Er handelt vom Umgang mit organisierter Kriminalität. Beispielhaft ist aber vor allem die Medien-Geschichte hinter der Mafia-Story – ein Lehrstück zum Unterschied zwischen Haltung und Pose im Journalismus.

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Alles Nazis, auch Mutti.

Inflation auf dem Punkt (F: Google-Suche / Wikimedia)

Inflation auf dem Punkt (F: Google-Suche / Wikimedia)

Früher® wirkten Nazi-Vergleiche rhetorisch wie eine zugeknallte Tür.  Wumms – Ende der Debatte! Im Moment fangen Diskussionen gerne mal mit Hitler an. Das verhindert konstruktive Diskussionen und verwässert wichtige Begriffe. Ein Beitrag zur medialen Metapher-Kompetenz.

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Medienkompetenz konkret: Das Dürfen

2014 ein freier Yücel (F: blu-news.org / CC BY SA 2.0)

2014 ein freier Yücel (F: blu-news.org / CC BY SA 2.0)

Schön, dass „Medienkompetenz“ inzwischen Begriffskarriere macht. Denn sie ist der Schlüssel zur Zukunft in der Informationsgesellschaft. Traurig und gefährlich, wenn sie beschnitten wird, wie gerade im Fall Deniz Yücel.

Gerade weil der Begriff so bedeutend und weitreichend ist, wirkt die Debatte um Medienkompetenz oft diffus und abstrakt. Vielleicht lässt sich das verbessern. In einer lockeren Serie von aktuellen Einwürfen will ich  das Thema hier konkret machen. Diese neue Blog-Rubrik ist ein Versuch. Eine Art Begriffs-Filter.

Zum Auftakt also der Fall Deniz Yücel, eine schaurige Steigerung der Causa Böhmermann. War der Angriff auf den Comedian letztes Jahr noch Wortgefecht, wird der türkisch-deutschen Journalist jetzt körperlich angegriffen: Er sitzt im Knast.

Und was hat das jetzt mit Medienkompetenz zu tun?

Ziemlich viel, wenn auch erst auf den zweiten Blick. Dann zeigt das Beispiel Yücel: Die juristische Einschüchterung von Journalisten/innen in der Türkei wirft ein grelles Licht auf die eher unbeleuchtete Seite der Medienkompetenz: Das Dürfen.

Grob betrachtet, lassen sich die vielen, vielen Definitionen von Medienkompetenz in zwei Körbe werfen – Befähigung und Befugnis. Über das Erstere diskutieren wir ebenso häufig wie heftig. Smartphones im Unterricht sind da gerade in. Wichtiges Thema, kein Zweifel. Vor allem dann, wenn es aus der rein pädagogischen Ecke hinauskäme.

Aber Können erfordert eben nicht nur, das Verstehen oder Machen zu trainieren, sondern auch das Dürfen zu sichern. Da landen wir sofort auf dem öden Feld der Regulierung und Legitimierung. Nur ist das leider entscheidend: Welche Kompetenzen billigen wir den Bürger/innen zu, welche den Social Media-Plattformen, welche dem Staat? Welches “wir” überhaupt?

Der erste, achtsame Schritt in diese Richtung der Medienkompetenz ist, sich für Medienkompetenz-Überschreitung zu sensibilisieren. Recep Erdogan geht – indem er den türkischen Justizapparat in diese Richtung lenkt – ganz bewusst zu weit. Mit dem Kriminalisieren von Kritik als Beleidigung und Beihilfe zum Terror weitet er seine Befugnisse derart aus, dass für freie Medien keine mehr übrigbleiben.

Destruktive Angriffe auf eine gedeihliche gesellschaftliche Zukunft. So einfach ist das. Und so naheliegend, dass man es oft übersieht. Deshalb ist der öffentliche Aufruhr gegen die Behandlung Yücels so wichtig, konkret und generell. Denn das Prinzip der publizistischen Komptenzbeschneidung kennen sämtliche Autoritären, von Putin bis Orban. Auch Donald Trump träte man nicht allzu nahe, wenn man ihn in diese Riege einreihte.

Aber wenn Ihnen, liebe Nutzer/innen, meine Begriffsgymnastik zum Thema Medienkompetenz zu anstrengend ist, habe ich dafür natürlichbedauerndes Verständnis. Wir können es auch auf eine kurze Kompromiss-Formel bringen:

Demokratische Medienkompetenz = Free Deniz!

Evolutionäre der Medienschöpfung

Die Evolution geht weiter (F: Franru 96/CC BY-SA 4.0)

Die Evolution geht weiter (F: Franru 96/CC BY-SA 4.0)

Darwinismus statt Trumpismus. In meinem letzten Blog-Post hatte ich eine evolutionäre Perspektive auf die publizistische Kriegsbemalung vorgeschlagen. Riskieren wir nun einen näheren Blick durch diese Brille.

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Medialer Darwinismus und andere Metamorphosen

Perspektiven auf den Wandel: Darwin und Trump (Fotos: Wikimedia)

Perspektiven auf den Wandel: Darwin und Trump (Fotos: Wikimedia)

Atempausenlos wird Geschichte gemacht. Derzeit hyperventiliert gesellschaftliche Öffentlichkeit. Ein verbissener Kampf um Deutungshoheit prägt den Anfang 2017. Deshalb nun einige Überlegungen zum Überleben im medialen Darwinismus.

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