Venedig - Worum es hier geht

Wenn ich schon mal öfter da bin, warum nicht darüber schreiben? So ganz privat. In dieser Stadt sieht man andere Dinge. Und Dinge anders. Ein wunderbarer Ort für gesellschaftliche und mediale Inszenierungen.

Venedig und die Bücher – nicht unterzukriegen

AA Bookshop1

Selten  war mehr Umbruch, Aufbruch, Abbruch. Die Chronik des angekündigten Todes von „Wetten dass…“ beschreibt uns wohl den Weg zur „Unterhaltung 4.0“. Gestorben wird in der Medienbranche im Wochentakt: Zeitungen, Sendungen, Hoffnungen. Wir sollten dem permanenten Untergang aber optimistisch ins Auge sehen. Das geht am besten in Venedig und am allerbesten im „Aqua Alta bookshop“. Ein skurriles Gleichnis zum Medienwandel der Zeiten.

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Google Canal-View – Venedig Update

Wie romantisch! (Quelle: Google)

Wie romantisch! (Quelle: Google)

Seit heute schaut die Welt ganz anders auf diese Stadt: Google Street View öffnet uns einen gestochen scharfen Blick auf Campi und Canali, auf Riva und Rialto, auf Dogenpalast und Dogana. Ob wir nun in Bottrop oder in Bangkok vor dem Screen sitzen, wir können uns durch die Gassen der Stadt bewegen, gar zu Mausklick-Gondolieres werden. Die digitale Vermessung der Welt hat einen neuen symbolischen Punkt erreicht. Faszinierend und erschreckend zugleich – ich weiß nur noch nicht, ob es ein Höhepunkt oder ein Tiefpunkt ist.

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Think positive – Goldene Zeiten

Die Welt ist mein Feld

Die Welt ist mein Feld

Die fetten Jahre sind vorbei. Jetzt kommen die goldenen. Wenn uns der Optimismus für das Digitalzeitalter auszugehen droht, dann hiflt immer ein Blick in die USA. Während hierzulande Sorgen vorherrschen, ruft der Wirtschaftsexperte Henry Blodget auf CNN das „Goldene Zeitalter des Journalismus“ aus. Seinen nachgeschobenen Blogpost zu lesen, lohnt sich, weil er den Aphorismus von Kurt Tucholsky bestätigt: „Alles ist richtig, auch das Gegenteil.“

Den Zeitungen mag es schlecht gehen, schreibt Blodget, Chef, des Online-Magazins Business Insider. Krisen seien immer schmerzhaft, aber dem Journalismus sei es nie besser gegangen als heute. Seine Perspektive ist dabei die des freien Unternehmers, der sich nicht an Risiken orientiert, sondern an Chancen. Auch wenn Tucholsky das vermutlich nicht so gut fände, will ich die knackigen Thesen in ein abwägendes „Sowohl als auch“ einbetten, quasi als Übersetzungshilfe aus dem Amerikanischen ins Skeptische.

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„Das Venedig-Prinzip“ im Fernsehen

Kehrseite der Lagune - Demo in Venedig am 9.6.2013

Kehrseite der Lagune – Demo in Venedig am 9.6.2013

Kultur und Pessimismus vereinigen sich nirgendwo besser als in Venedig. Auch in der Dokumentation „Das Venedig-Prinzip“, die heute um 22.45 im Ersten (ARD) läuft, darf die Stadt wieder machen, was sie am besten kann: Untergehen. Überflutet diesmal vom Massentourismus. Wer allerdings den Satz „Früher war alles besser“ nicht mehr hören kann, sollte diesen Film lieber meiden. Für alle anderen ist er Pflicht.

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Art needs you – das Medium Biennale

Art needs you.Biennale

Venedig feiert die Kunst der Gegenwart, vor allem jedoch die Gegenwart der Kunst. Letzteres kommt mir sehr entgegen: Die 55. Biennale ist ein sinnliches, überwiegend un- digitales Erlebnis. Historische Räume, aktuell inszeniert, machen die Stadt zur Weltbühne. In den Palazzi und Giardini, im alten Arsenal der Marine oder auf den neuen Prunkgaleeren der Mäzene – überall feiern Kulturfreunde ein Fest der Kommunikation, Face to Face und Face to Art.

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