Kontrollverlust als Dauerzustand

Alles gut - außer Kontrolle?

Alles gut – außer Kontrolle?

16 Millionen „Identitäten“ haben Online-Betrüger wohl geklaut. Wieder eine erhebliche Kränkung der Nutzer durch den Missbrauch digitaler Möglichkeiten. Kann der Staat uns besser schützen? Unwillig oder überfordert! Können uns Unternehmen aus der Patsche helfen? Sind doch selber datenhungrig! Nutzt Eigenvorsorge, also bis an die Zähne betoolen oder ins Funkloch ziehen? Oder sollten wir jetzt nicht radikalere Optionen denken? Es ist doch Post-Privacy. The Click after.

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Die Arroganz der Ohnmacht

Heiter weiter (Foto: Jean Julius / CC BY-SA 3.0)

Heiter weiter (Foto: Jean Julius / CC BY-SA 3.0)

Die Neujahrsansprache von Sascha Lobo: Er warb für Optimismus in Zeiten des kaputten Internets und erzeugte damit einige Reaktionen, von geziert gewittert bis gekonnt gekontert. Von abgewogener Zustimmung  bis zustimmender Ablehnung. Bleibt die Frage: Was nun? Auf der Suche nach einer Antwort stoßen wir auf die Ignoranz der Macht, aber auch auf die Arroganz der Ohnmacht.

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Lobo: Das Internet ist kaputt – es lebe das Internet

Sonntags-Post in der Frankfurter Allgemeinen

Sonntags-Post in der Frankfurter Allgemeinen

Schöner Zufall, auch wenn vermutlich kein Zusammenhang besteht: Gestern noch habe ich blogöffentlich an Rechthaberei in der Digital-Debatte gelitten. Heute wagt es Sascha Lobo, in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung einen Irrtum einzugestehen. Das Internet sei eher Fluch als Segen. Kaputt das Netz, gekränkt seine Gemeinde. Eine fundamentale Schlussfolgerung aus den Erkenntnissen des Jahres 2013.

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Meinungsstreit: Reflexe und Reflexionen

Schlag und fertig!

Schlag und fertig!

Sonderlich effizient war das nicht: Erst lange an einem Kommentar herum überlegen, zu einem Post im „Pofalla-Gate“. Und ihn am Ende dann doch nicht schreiben. Nun ja, ich bin aufgehalten worden. „Von unerfreulichen Reflexen“ war in dem Text auf einmal die Rede. Das hat mich gelähmt. Nach reiflicher Überlegung will ich nun mit einer Reflexion über Reflexe reagieren.

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CES – Die Zukunft wird echt smart

Old Tool für Old School

Old Tool für Old School

Entrümpeln ist eine spezielle Art des Bilanzierens. Das habe ich jetzt auf dem Dachboden gelernt. Dort wo beispielsweise die ausrangierten journalistischen Arbeitsgeräte lagern. Die Zukunft von einst – elektrische Schreibmaschinen mit Korrektur! – sowie meine alte mechanische Reiseschreibmaschine. Die werfe ich nicht weg. Komme da, was da wolle. Und sei es von der Consumer Electronics Show in Las Vegas.

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Medienjahr 2013: Bewußtsein erweitert

Ab geht der Post zum Jahreswechsel

Ab geht der Post zum Jahreswechsel

Keine Sorge, keine Liste! Jetzt folgen weder „11 Schlagworte, die unbedingt auch von mir wiederholt werden müssen“ noch „5 Gründe für das Ende der Zukunft des Journalismus“.  Nein, ich will nun begründen, warum ich das alternde Jahr 2013 – und ich hoffe, nicht nur ich – gut fand: Weil es nämlich ganz erheblich mein – und ich hoffe, nicht nur mein – Bewußtsein erweitert hat.

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Weihnachts-Post: Eine kleine Blog-Bilanz

Beim Herantasten (Quelle: EFF; CC-BY.3.0)

Beim Herantasten (Quelle: EFF; CC-BY.3.0)

Jetzt wird es selbst-referenziell. Vor einem halben Jahr habe ich das Bloggen begonnen, alt und naiv und keine Minute zu früh. Im Jahr des Snowdon, des Neulands und der höchsten Anzahl von Journalismus-Debatten seit Erfindung des Faustkeils. Gerade rechtzeitig beginne ich mich zu  digitalisieren und finde es im Prinzip gut so. Erste Eindrücke und Abgründe diese Prozesses möchte ich nun meiner erlesenen Leserschaft zum Weihnachtsgeschenk machen.

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Trend Time – Journalismus 2013

Der Trend geht zum Trend. Eindeutig. Vor allem beim digitalen Medienwandel. Wer dafür noch im Einzelnen Belege braucht, dem sei ein Beitrag des Bloggers Martin Giesler empfohlen: „Die Journalismus-Trends 2013 im Überblick“. Dieser kompetenten Sammlung kann ich jedenfalls nichts Neues hinzufügen.  Stattdessen lenke ich jetzt den Blick einfach in die Gegenrichtung. Auf Abgehaktes und aus der neuen Zeit Gefallenes. Nur zur Sicherheit. Quasi der guten Ordnung halber.

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Was müssen Journalisten können wollen?

Urteil: Lebenslang lernen (F: Bluemarin CC BY-SA 3.0)

Urteil: Lebenslang lernen (F: Bluemarin CC BY-SA 3.0)

Bei einer „Blogparade“ sagt ausnahmsweise mal ein Autor allen anderen, wo es thematisch lang geht. Wenn sie denn mitmachen wollen. Jetzt gerade erkundigt sich der Blogger Timo Stoppacher digitalöffentlich danach, „was Journalisten heute lernen müssen.“ 

Gern reihe ich mich erstmals in eine solche Formation ein, ohne allerdings die Lösung so ganz genau vor Augen zu haben. Vermutlich liegt genau darin schon ein bedeutender Teil der Antwort auf die allgegenwärtige Zukunftsfrage der Medien und ihrer Schaffenden im digitalen Wandel. Egal.

Statt haltlos zu  spekulieren oder festschriftenhaft zu normieren, versuche ich es lieber spontan. Also:

 Was müssen Journalisten können?

·         Mit allem rechnen,  auch mit dem Gegenteil.

·         Ruhe bewahren, selbst wenn es schwerfällt.

·         Öfter mal ein mediales Rattenrennen absagen.

·         Alles hinterfragen, sich selbst eingeschlossen.

·         Internet als Technologie behandeln, nicht als Ideologie.

·         Das reale Leben vom virtuellen unterscheiden.

·         Öffentlichkeit für Wichtiges und Richtiges herstellen.

·         Neues dazulernen, ohne gleich das Alte zu vergessen.

·         Spaß haben, im Ernst!

Das alles muss man wollen und dann wird man es auch können.

Xaver und der Sturm der Entrüstung

Social Media Xaver

Social Media Xaver

Nach dem ausgebliebenen Jahrhundert-Orkan müssen sich die Hinterbliebenen jetzt trösten. Zum Beispiel mit einem Sturm der Entrüstung über zu viel Wind beim medialen Hochdruck rund um das Tief „Xaver“. Wenn es gestattet ist, würde ich jetzt, the day after, kurz auch gern mal aufbrausen. Gegenwind.

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