Medialer Darwinismus und andere Metamorphosen

Perspektiven auf den Wandel: Darwin und Trump (Fotos: Wikimedia)

Perspektiven auf den Wandel: Darwin und Trump (Fotos: Wikimedia)

Atempausenlos wird Geschichte gemacht. Derzeit hyperventiliert gesellschaftliche Öffentlichkeit. Ein verbissener Kampf um Deutungshoheit prägt den Anfang 2017. Deshalb nun einige Überlegungen zum Überleben im medialen Darwinismus.

Die Medienevolution schreitet voran, auch wenn mir die Richtung nicht immer passt. Um die Gegenwart besser zu verstehen, hilft vielleicht ein Blick zurück zur Natur und darauf, was wir aus ihr lernen können. Der nun folgende Griff in die Ideengeschichte klingt etwas wissenschaftlicher als er ist. Weil ich keine weiteren Bedarf an plakativer Besorgnisprosa sehe – obwohl ich mir sehr große Sorgen mache – könnte dieser Text außerdem umstandskrämerischer als sonst formuliert sein. Voll Bio. Dies als Vorwarnung.

Ausgangspunkt: So achtsam die Vorsätze zum Jahresbeginn gewesen sein mögen – die Weltlage lenkt einen Medienmenschen immer wieder ab vom Pfad der Gelassenheit. Eherne Prinzipien der Diskurskultur wanken. Früher beispielsweise galten Hitler-Vergleiche als No-Go; derzeit sind sie Debatten-Standard.

Überall verbaler Exzess. Ein Wunder ist das nicht. Schließlich hat der mächtigste Mann der Welt den alten Medien, dem Establishment überhaupt, den Krieg erklärt und gleich das Feuer eröffnet. Trump und Team tönen in einem 30er Jahre-Sound. Verstören. Zerstören.

Dieser Information War tobt überall – Weglaufen scheint zwecklos. Ignorieren oder Geringschätzen nützen den bisherigen Meinungsführern offenbar wenig.  An mir selbst und um mich herum beobachte ich das Entstehen einer großen Selbstvergewisserungs-Gemeinschaft – kurz „die Guten“. Sie leistet wortreich Widerstand gegen das Unerhörte und Unsagbare. Zumindest mit der Tastatur.

Mediale Polarisierungsfalle

Damit ist die Polarisierungs-Falle erstmal zugschnappt. So reagiert eben ein erschrockenes Establishment in ständiger Erwartung des nächsten Schlages. Auf der anderen Seite steht, inzwischen weltweit, die Abteilung Attacke mit ihrer Gefolgschaft aus Glücksrittern, Enttäuschten und Entrüsteten.

Eine neue Studie liefert dazu einen aufschlussreichen Befund: Nicht „das“ Vertrauen in „die“ Medien sei beim Publikum erschüttert. Überwiegend hätte professioneller Journalismus noch einen guten Ruf, die ewigen Kratzern inbegriffen. Aber es gäbe inzwischen einen tiefen Graben zu seinen Gegnern. Dort regiert nicht mehr nur Skepsis, sondern totale Ablehnung.

Längst sind gesinnungsgesteuerte Wahrnehmungs-Parallelwelten entstanden. Nun treffen sie eben hart aufeinander. Und ganz real. Beide Lager starren wie gebannt auf die unendliche Projektionsfläche einer Dauerwelle.

Donald Trump ist der perfekte Protagonist einer ganz großen Geschichte. Er verkörpert Hoffnungen und Ängste der Gegenwart. Leugnen zwecklos – wir sind fasziniert. Alle. Verzweifelte schöpfen Mut. Zweifler werden entschlossen. Angriff und Verteidigung stehen.

Für viele Gegner des Bestehenden macht das den Flirt mit Chaos und Anarchie sehr attraktiv. Sie wollen kein Irgendwie-weiter-so, sie kündigen den ritualisierten Stillstand auf. Denn der große Selbst-Ermächtigungs-Gestus des digital vernetzten Zeitalters ruft ihnen zu: „Da geht was – you first!“

Trump ist Disruption in Person, groteske Alternative. Er ist DER Fortschritt, wohin auch immer. Genau wie die anderen erfolgreichen autoritären Agitatoren dieser Welt – Petry, Erdogan, Kaczynski, Orban, Putin, Le Pen, und Wilders – lädt sich der US-Präsident vor allem mit negativer Energie auf.

Die Wut der Frustrierten macht die autoritäre Alternativen ebenso stark wie die reaktive Argumentationsschwäche ihre Gegner: Überkommene Systeme, reformbedürftige Institutionen, überforderte Personen. Wir hatten uns daran gewöhnt, diese Mängel mit einem umfassenden Täuschungsritual zu verstecken: Dem Kreislauf von überzogenen Erwartungen an „die Politik“ und unerfüllbaren Versprechen für das Wahlvolk. So lange es irgendwie lief und man wenigstens so seine Ruhe haben konnte, war das „alternativlos“.

Aber das ist vorbei. Plötzlich haben Gegner des Bestehenden das Gefühl der Ohnmacht überwunden. Ganz wesentlich befeuert dies die große Selbstermächtigungs-Maschine Internet. Sie legt das Instrument gesellschaftliche Öffentlichkeit wie eine Waffe in alle möglichen Hände. Mit Aufmerksamkeit durchgeladen, lässt sich damit in alle Richtungen ballern.

Das Establishment war bislang gut damit gefahren, beruhigende demokratische Rituale zu bedienen und ansonsten auf Sicht visionslose Kurse zu steuern. Zur Verteidigung fällt ihr nun oft nur die Warnung vor ihren Feinden ein. Ebenfalls negative Energie.

Eine polarisierte Welt mit zweimal Minus. Das wirkt abstoßend. Aber ich wollte ja nicht nur den Besorgten geben.

Medienevolution

Denn gesellschaftlicher Machtkampf ist ja bei Weitem nichts Unbekanntes, sondern unbewusster Alltag. Neu ist, wie extrem existenziell jetzt alle öffentlich um ihre Positionen im sozialen Raum ringen.

Allerdings hält uns die mediale Metaphorik von Krieg und Vernichtung davon ab, souverän über die Lage nachzudenken. Erst recht die Analogie zum Dritten Reich (die ich leider, leider auch nicht aus dem Kopf bekomme.).

Abhilfe verspreche ich mir von einem geistigen Gegenmittel: Ein, wenn man so will, sozialbiologisches Gedankenspiel, mit dem man den radikalen Wandel gesellschaftlicher Öffentlichkeit einmal nüchterner betrachten kann, nämlich evolutionär. Was erkennen wir zum Beispiel durch die Brille eines „medialen Darwinismus“?

Mir ist klar, dass die Karriere dieses Begriffes ziemlich schillernd ist. Warum sich große Teile der etablierten Soziologie mit derlei Konzept-Übertragungen schwertut, hat der Kommunikationswissenschaftler Lutz Hachmeister 2012 sehr lesenswert beschrieben. Mit erkennbaren Bedauern gibt er dabei eine Vermisstenanzeige auf:

Es ist seltsam, dass es keine zureichende Theorie der Medienevolution gibt, zumindest im deutschsprachigen Raum, aber auch die internationalen Anstrengungen sind überschaubar.“

Deutlich wird dies am Streit um die „Meme“. Diese Begriffsschöpfung (Richard Dawkins 1976) ist eher außerhalb der gestrengen Wissenschaft populär. Die Netzgemeinde betet das Wort an. Memetik beschäftigt sich mit „Sinneinheiten“, das geistige Gegenstück zu den Genen. Genau wie diese können Gene als Replikatoren betrachtet werden. Weil das „Gehirn als menschlicher Selektionsapparat“ (Susan Blackmore 2003) funktioniert, re- produziert das Mem kulturellen Wandel.

Gut – es fehlen die Mendelschen Regeln. Ansonsten klingt die Idee, dass sich nicht nur der menschliche Körper, sondern auch sein Geist über Generationen an Umweltveränderungen anpassen kann, einigermaßen überzeugend. Den Prozess auf die kleine Sinneinheit Mem herunter zu brechen, kostet da schon mehr Überwindung.

Das Ideal vom Menschen geht natürlich anders. Selbst-bestimmter. Bewußter. Es bleibt ein zutiefst kränkender Gedanke, Entwicklungen nicht kontrollieren zu können, weil sie zu umfassend, zu schnell sind. Aber diese Erfahrung von Kontrollverlust hat die Menschheit immer wieder machen müssen, in allen drei industriellen Revolutionen, die der aktuellen vierten vorangegangen sind.

Digitaler Darwinismus

Informatiker und Ökonomen sehen das offenbar sowieso cooler und aufgeschlossener. Schon die fortschrittsgläubige Grusel-Vokabel „Disruption“ erfreut sich in den Macher-Kreisen großer Beliebtheit. Sogar noch reizvoller, weil positiver zu branden, erscheint da der Ansatz der „Adaption“ aus der biologischen Evolutionstheorie (neben Variation und Selektion). Hier werden Veränderungen als Gegeben akzeptiert und das eigenen Handeln daran angepasst.

Ralf T. Kreutzer und Karl-Heinz Land haben 2013 den Begriff „Digitaler Darwinismus“ für eine gut gelaunte Sicht auf die vernetzte Gesellschaft besetzt. Bereits in zweiter Auflage werben die Autoren unter dieser Überschrift massiv für die „digitale Transformation“. In ihrem Buch der beiden geht es klar ums Geschäft, um Wertschöpfung: Was muss der wirtschaftende Mensch beachten, wenn die technologische Umwelt sich radikal verändert?

Der Untertitel bezeichnet die Herausforderung. „Der stille Angriff auf Ihr Geschäftsmodell und Ihre Marke.“ Die Autoren nutzen die Evolutionstheorie, um die Entwicklung zur total vernetzten Gesellschaft als im Prinzip positiv gestaltbar zu beschreiben. Wenn man nur alles richtigmacht und sich an die „Mendelschen Gesetze“ aktuellen Change Managements hält.

Da ist viel Schönes dran. Aber um mir die Gegenwart erklären zu können, müsste man den Begriff Medienevolution lieber weiter auslegen, nämlich „als Teil eines umfassenderen kulturellen Prozesses, also weder ausschließlich technik-deterministisch noch anthropozentrisch“ (Lutz Hachmeister 2012).

Ein bisschen flexibler halt und etwas neutraler.

Mediale Metamorphose

Eine solche kritischere Sicht bietet da der Soziologe Ulrich Beck. Den Titel seines postum erschienen Buches „Die Metamorphose der Gesellschaft“ (Ulrich Beck 2017) hat er ebenfalls der Biologie entlehnt, wenn auch nicht der von Darwin. Die Verwandlung der Gesellschaft unter der Bedingung des Digitalen ist für Beck ein epochaler Schnitt. So eine Art Meteoriteneinschlag. Kein Übergang, sondern ein Bruch.

Beck macht das am paradoxen Umstand fest, dass funktionierende Institutionen versagen. Wir haben beispielsweise leistungsfähige Massenmedien, die sich, cum grano salis, mehr denn je anstrengen, ihren Kriterien und ihrem Publikum gerecht zu werden. Und trotzdem ächzen sie unter immer stärkeren Existenzdruck. Offenbar wollen bedeutende gesellschaftliche Teilkräfte etwas anderes, während gleichzeitig auch der Markt seine Gesetze geändert hat.

Ich kann nicht beurteilen, ob der große deutsche Soziologe mit der Metamorphose sein Lebenswerk gekrönt oder beschädigt hat. Der Gedanke an seine „Risikogesellschaft“ (Ulrich Beck 1986) überzeugt mich aber in einem Punkt sehr: Beim Hinweis auf gute Nebenfolgen von bads, von negativen Ereignissen. An die Zukunft denken, heißt eben, mit allem rechnen zu können. Selbst damit, dass negative Entwicklungen ins Positive gewendet werden können.

Das könnte etwa eintreten, wenn Medieninstitutionen, aber auch die einzelnen Journalisten/innen, dem oft ungerechten Druck nicht selbstmitleidig oder selbstgerecht begegnen, sondern selbstreflexiv und offen. Die quälende Auseinandersetzung mit der Kritik klärt Fronten und begründet mit etwas Glück sogar neues Grundvertrauen.

Gerade in der Informationsgesellschaft (das ist letztlich jede) bedeutet „Handeln“ im Grunde immer auch „Verhandeln“. Wir agieren in Medien und als Medien in einem mittlerweile gewaltigen öffentlichen Raum. Wir sitzen in permanenten Gesellschaftsvertrags-Verhandlungen.

Medialer Sozialdarwinismus

Seiner Bedeutung nach bietet der Begriff des Darwinismus zunächst zwei grundsätzliche Möglichkeiten der Auslegung und Anwendung: eine populäre, plakativ oberflächliche – „medialer Sozialdarwinismus“ – und eine differenziert tiefere Ebene der Interpretation: „medialer Darwinismus“.

Sozialdarwinismus knüpft an die Fehlinterpretation der Entdeckungen Darwins (Charles Darwin 1859) an: Diese Lesart behauptet eine Auslese der Stärksten und deren Vorrecht zu überleben, wenn sich die Umweltverhältnisse radikal ändern.  Eher eine Revolution. Oder Evolution als Kneipenschlägerei.

Auf dieser Ebene bewegen sich aktuell die meisten großen Debatten. (Verbale) Gewalt wird das zentrale Mittel der Auseinandersetzung. Es überlebt der Überlegene. Autoritäre beherrschen diese Sprache perfekt. Der Ton, den sie anschlagen soll den Gegnern signalisieren: Kritik ist Beleidigung, Opposition ist Terror. Beim berühmten Wort Deutungshoheit liegt die Betonung auf Hoheit, weniger auf Deutung.

Medialer Sozialdarwinismus durchwirkt Kommunikation mit Aggression. Keine Zwischentöne, ja nicht einmal Zuhören. Letztlich geht es nur darum, die anderen zu übertönen. Solche Praktiken hat es in der Mediengeschichte immer gegeben. Ebenso stoßen wir in ihr auf Phasen, in denen sie besonders intensiv angewandt wurden. Propaganda-Kriege sind keine Erfindung des Social-Media-Darwinismus unserer Tage.

Im sozialdarwinistischen Denkmuster dient medialer Schlagabtausch dem Zweck, mit verbaler Gewalt Definitionsmacht an sich zu reißen. So ein Verhalten geht weit über die übliche – und notwendige Zuspitzung von Argumenten hinaus. Sie missachtet konsequent die Voraussatzung einer konstruktiven Diskussion, nämlich dass der/die Andere im Gespräch auch recht haben könnte (Hans-Josef Gadamer 2000).

Auf dieser Stufe spielt sich meiner Wahrnehmung nach die Mehrzahl medialer Deutungsschlachten ab. Womit ich nicht nur die „Populisten“, also die autoritär Alternativen, meine. Als etabliert Sozialisierter (und Solidarischer) sage ich es nur ungern: Den sozialdarwinistischen Medienmodus beherrscht das publizistische Establishment genauso, wenn auch feinsinniger. Die Auseinandersetzung zwischen Alternativ-Medien und Mainstream-Medien hat ihren Kern genau im wechselseitigen Reflex der Ausgrenzung von Positionen aus der Wahrnehmung.

Keine Frage – wir guten Menschen sind Helden. Aber wer sind „wir“? Und wenn ja, wie viele? Verteidigen wir Etablierten als Weiße Ritter westliche Werte? Oder doch ein bisschen auch unsere Wertanlagen, unsere Biografien, unsere Erfahrungen, unser „Früher“?

Medialer Sozialdarwinismus beschreibt ganz gut das gegenwärtige reflexhafte Prinzip des Meinungskampfes. Er ist aber mehr Ideologie als Theorie. Offenkundig auch wirksam, aber kaum nachhaltig.

Medialer Darwinismus

Hier macht die Perspektive eines medialen Darwinismus ein Angebot zur (Selbst-)Reflexion im Wandel. Was sehen wir, wen wir die körperliche und die psychische, die materielle und die kulturelle Wandlung der Weltgesellschaft als Ko-Evolution betrachten? Gene und Meme.

Kommen wir daher zu dem, was Charles Darwin tatsächlich gemeint haben könne und lassen ihn dazu kurz zu Wort kommen:

It is not the strongest of the species that survives, nor the most intelligent that survives. It is the one that is most adaptable to change.

Demnach überlebt weder der Kraftmeier noch die Intelligenzbestie an sich radikale Umbrüche. Sondern dasjenige Wesen, das sich am besten anzupassen vermag. Neudeutsch: Nur die Smarten kommen in den Garten.

Medialer Darwinismus würde in unsrem großen gesellschaftlichen Selbstgespräch Meme zu entdecken versuchen, Sinneinheiten, die sich wiederholend weitertragen und dadurch als Replikanten (wie Gene) verhalten. Dabei nehmen sie Ideen auf und zwar in großer Variation. Denn die digitale Vernetzung ist eine einzige Vervielfältigungs- und Beschleunigungsmaschine.

Das wiederum erfordert schließlich eine wirksame Selektion. Was überdauert, indem es sich behauptet oder kooperiert? Wie viel menschliches Bewusstsein ist dabei im Spiel? An dieser Stelle ergibt sich eine interessante Verbindung zur Suche nach Mediengenerationen (Klaus Beck u.a. 2016 / Göran Bolin 2017).

Betrachten wir die Lage des Journalismus durch die Brille des medialen Darwinismus, dann erkennen wir: Seine Akteure sind Treiber und Getriebene einer Entwicklung, die sie nicht beherrschen. Und deren Ausgang keinesfalls feststeht, im Guten oder im Schlechten. Handeln bedeutet, wie gesagt,  gleichzeitig und in besonderem Maße: Verhandeln, also „Meme“ prägen, wenn man so will.

Vielleicht setzt sich das Konzept „alternativer Fakten“ ja durch. Oder der Constructive Journalism. Möglicherweise entsteht eine Hyper-Ethik-Kommission. Oder alle Regulierungen werden mit dem Zentralschalter umgesetzt, dem Master Switch (Tim Wu 2012). An dem sitzt dann: Donald … beenden wir an dieser Stelle das Gedankenspiel.

Der Vorteil der bisherigen Betrachtung scheint mir in einer Kombination aus Akzeptanz und Distanz zu liegen. Wir finden uns damit ab, dass das Systeme gesellschaftlicher Öffentlichkeit mitten in einem gewaltigen Evolutionsschub steckt, den wir nicht kontrollieren. Aber wir können den Prozess analysieren, uns und andere beobachten während wir agieren. Wir können zumindest versuchen, von uns selbst zu unterscheiden.

Mediale Kompetenz

Am Ende dieses Beitrags zur Pseudo-Natur-Wissenschaft steht damit sein Hauptanliegen: Ernüchterung. Dabei hilft sogar Soziologie. Die bislang angebotenen Konzeptideen rund um Darwin lassen noch genug Raum für unsichtbare Hände und schwarze Schwäne oder andere Erleuchtungen.

Aber wir sollten aufhören, die Trumps und Co entweder zu vergöttern oder zu verteufeln. Versuchen wir doch, ihn diesen Medienphänomen Zeichen zu sehen – Ausrufezeichen oder Fragezeichen.  Dann können wir uns über die grundlegenden Fakten und Fragen der globalen Gesellschaft klarwerden.

Zum Schluss komme ich auf meine Ankündigung zurück: „Überlegungen zum Überleben im medialen Darwinismus“. Dazu führe ich einen letzten Gedanken aus der Biologie ein: Resilienz. Auch bekannt als „Stehauf-Männchen-Effekt“.

Resilienz beschreibt die Fähigkeit, unter widrigen äußeren Bedingungen oder in Krisenzeiten stabil zu bleiben und die jeweilige Funktionalität zu erhalten.(Michael Meyen 2015)

Gummi verfügt über Resilienz, Bienenvölker haben sie – warum nicht auch Kommunikation? Es kommt auf die entsprechenden Resilienz-Faktoren an. An vorderer Stelle steht hier tatsächlich die Medienkompetenz.

Mediale Kompetenz also ist für mich die entscheidende Antwort auf die Frage nach dem Überleben im medialen Darwinismus.

 

Trackbacks/ Pingbacks

  1. […] statt Trumpismus. In meinem letzten Blog-Post hatte ich eine evolutionäre Perspektive auf die publizistische Kriegsbemalung vorgeschlagen. […]

Ihre Meinung ist uns wichtig

*


acht × 2 =

Diese Seite verwendet Cookies. By using the site, you agree of our use of cookies. more information

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Schließen